Sonntag, 8. März 2015

[Kurzmeinung] "Die Liste der vergessenen Wünsche" von Robin Gold


Auch erhältlich als Taschenbuch (ab Juli 2015) und eBook

Eine Geschichte über Verlust, Kindheitsträume und einen Neubeginn
Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black – in einem schwarzen Badeanzug – ihren Kater »Schweinebraten« beerdigt, ahnt sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …


Dieses Buch hatte ich eigentlich mit sehr viel Vorfreude erwartet zu lesen, denn es hat mich von der Thematik her gleich an eines meiner Lieblingsbücher (P.S. Ich liebe dich) denken lassen. Vielleicht hatte ich dadurch auch zu hohe Erwartungen?
Mit Clara wurde ich leider lange Zeit überhaupt nicht warm. Klar, sie hat einen schweren Verlust erlitten, Aber wie sie sich verhält, das ist für mich manches Mal nicht damit zu entschuldigen.
Auch hat es mir gar nicht gefallen, wie sie immer im Mittelpunkt steht und jeder sie mit Samthandschuhen anzufassen scheint. Denn so ist das Leben einfach nicht. Es passte aber irgendwie zum Äußeren des Buchs. Denn bis auf den schweren Schicksalsschlag, der nun einmal gegeben war, wurde die Welt hier irgendwie durch eine rosarote Brille beschrieben. Selbst der Chef versteht erst einmal sehr lange Zeit, dass Clara nicht in der Lage ist zu arbeiten und hält ihr ihre Stelle aber trotzdem frei. Das alles wirkte auf mich nicht sehr authentisch.
Auch fehlte mir dieses "Schritt für Schritt zurück ins Leben". Die einzelnen Wünsche der Liste bauten kaum aufeinander auf, hätten auch willkürlich durcheinander gemischt werden können und für Clara gab es immer nur Flop oder Top. Entweder sie war gerade wieder einmal voll im Leben oder aber kapselte sich komplett ab. Zwischenstufen waren da kaum mal zu erkennen.
Auch die Nebencharaktere waren nicht wirklich meins. Sie waren zum Teil extrem überzogen.
Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen. 
Da das Ende mir dann doch noch ganz gut gefallen hat, gebe ich zwei Sterne für diese Geschichte.

2/5


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