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Freitag, 19. Februar 2016

[Kurzrezension] Harry Potter und die Kammer des Schreckens von J.K. Rowling

Auch erhältlich als Hardcover

Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich und dessen Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter.
Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in der Schule – ein Ungeheuer, für das nicht einmal die mächtigsten Zauberer eine Erklärung finden. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts von den dunklen Mächten befreien können? (Quelle: Carlsen)



Eigentlich hatte ich ja das Vorhaben gefasst, in diesem Jahr die gesamte Harry-Potter-Reihe noch einmal zu lesen und dabei einen Zeitrahmen von 7 Monaten ins Auge gefasst. Jeden Monat ein Buch, das war der Plan... Nun, was soll ich sagen? Letzte Woche habe ich mit dem ersten Teil begonnen und heute gibt es schon die Rezension zu Band 2 ... so ganz geht mein Zeitplan also nicht auf.
Es war aber einfach unmöglich nach Band 1 nicht weiter zu lesen. Es war quasi eine ganz automatische Handlung. Und ich bereue es auch nicht. Da ich es eher so als "nebenbei"-Buch lese, leiden auch weder der SuB, noch die Rezensionsexemplare allzu sehr darunter.
Es macht einfach solchen Spaß, immer wieder nach Hogwarts abzutauchen. Auch wenn ich die Geschichte natürlich schon mehr oder weniger auswendig kenne, fiebere ich doch immer wieder mit Harry und seinen Freunden mit und freue mich, wenn ich ein Detail wieder entdecke, dass in Vergessenheit geraten war. Sei es ein eher selten vorkommender Zauberspruch oder auch nur der Ausgang eines Quidditch-Spiels.
Was sich besonders schön verfolgen lässt, wenn man die Bücher so unmittelbar nacheinander liest, ist natürlich (auch) die Charakterentwicklung. Wenn es von Band 1 auf 2 (also von 11 auf 12 Jahre) nun auch noch nicht die riesigen Veränderungen gibt, merkt man doch besonders bei Hermine eine deutliche Tendenz zugunsten der Freundschaft zu Harry und Ron. Dennoch bleibt die im Kern natürlich noch sie selbst. Auch Harry festigt hier langsam schon seinen Platz in der Zaubererwelt. Natürlich bleibt da noch recht viel Spielraum nach oben, aber das muss ja auch so sein. Und wie es weiter geht, das weiß ja schon so ziemlich jeder. Trotzdem freue ich mich, diese "alten Freunde" weiter zu begleiten und bin noch nicht sicher, ob ich es bei Band 3 nun wirklich schaffe, bis nächsten Monat zu warten ;)

5/5

Freitag, 12. Februar 2016

[Kurzrezension] Harry Potter und der Stein der Weisen von J.K. Rowling

Auch erhältlich als Hardcover

Eigentlich hatte Harry geglaubt, er sei ein ganz normaler Junge. Zumindest bis zu seinem elften Geburtstag. Da erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll. Und warum? Weil Harry ein Zauberer ist.
Und so wird für Harry das erste Jahr in der Schule das spannendste, aufregendste und lustigste in seinem Leben. Er stürzt von einem Abenteuer in die nächste ungeheuerliche Geschichte, muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen. (Quelle: Carlsen)



Tja, was soll man zu Harry Potter schon noch groß sagen? Rein gefühlt wurde es schon in epischer Breite besprochen und somit auch so ziemlich alles schon einmal geschrieben, was einem nur dazu einfallen kann. Daher werde ich mich diesmal wohl tatsächlich recht kurz fassen.
Natürlich war das Buch für mich ein ReRead (und bei weitem nicht das erste mal) und ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, die gesamte Reihe noch einmal relativ zeitnah zueinander zu lesen. Bereits der erste Band bestätigte mir, dass es eine gute Entscheidung bzw. Vorhaben ist.
Denn schon die ersten Seiten waren irgendwie wie nach Hause kommen und alte Freunde wiedertreffen. Und dies zog sich auch durch das gesamte Buch so weiter. Erneut habe ich mit Harry und seinen Freunden lachen und leiden können.
Schön an einem solchen ReRead ist natürlich auch immer, dass man einige Dinge immer wieder mit neuen Augen sieht, wenn man spätere Ereignisse mit einbezieht.
Überrascht hat mich, dass ich beim Lesen einige Köpfe tatsächlich im O-Ton im Kopf hatte, noch bevor ich sie gelesen habe. Es ist nun sicher 5 Jahre her, dass ich die Reihe das letzte Mal gelesen habe (darum wird es ja auch dringend mal wieder Zeit). Trotzdem wusste ich zum Teil noch die genauen Formulierungen. Diese "Nachhaltigkeit" spricht doch auch eindeutig für das Buch bzw. die Reihe.

5/5

Sonntag, 19. Juli 2015

Opal - Schattenglanz von Jennifer L. Armentrout

Auch als eBook erhältlich

Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihre Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.


Den dritten Teil der Reihe um Katy und Daemon habe ich recht lange vor mir hergeschoben, obwohl ich sehr neugierig war. Da ich aber schon kurz nach Erscheinen erfuhr, dass es wohl einen bösen Cliffhanger geben soll, wollte ich eigentlich warten, bis zumindest der vierte Teil ebenfalls erhältlich ist. Aber wie ich so bin, habe ich das natürlich doch wieder nicht geschafft und meiner Neugier jetzt bereits nachgegeben.
Opal ist schon wieder so ein Buch, das mir die Sterne-Wertung echt schwer macht. Einerseits war es für mich ein klares 4-Sterne-Buch. Wenn ich es aber mit meiner Wertung von Band 1 und 2 vergleiche, wären es hier vielleicht doch nur 3 Sterne. Letztendlich habe ich mich aber nach dem Motto "Im Zweifel für den Angeklagten" und aufgrund der letzten Kapitel für die 4 Sterne entschieden.
Was mir an dem Buch gefallen hat ist schnell zusammen gefasst: Armentrouts bekannter flüssiger Schreibstil, der sich leicht lesen lässt, die Geschichte und Idee als Ganzes, die liebgewonnenen Charaktere mit all ihren Macken. Eben alles, was ich auch an den Vorbänden schon positiv fand.
Mit dem was mir nicht gefallen hat, ist es eigentlich auch ganz einfach: Die Länge des Buches im Verhältnis dazu, was passiert. Ich empfand es nämlich als einen typischen Mittelband. Es gibt einige wenige neue Aspekte und wirklich kleine Wendungen, welche aber auch auf deutlich kürzere Art und Weise erzählt werden könnten und rein vom Gefühl auch in wenigen Kapiteln am Anfang von Teil 4 ausgereicht hätten. 
Die meiste Zeit schien es mir darum zu gehen, wie sich die Beziehung von Katy und Daemon denn nun weiterentwickelt. Das hätte gut und wichtig sein können, aber es handelte sich dann doch die meiste Zeit nur um die Frage, ob sie es nun schaffen werden, miteinander zu schlafen oder doch wieder von irgendwem gestört werden. Was schon ein wenig paradox ist, wenn man bedenkt, dass Katy eigentlich ständig allein zu Hause ist. Das hätte man sich hier wirklich sparen können, in solcher Breite auszuarbeiten. Besonders weil es in meinen Augen weder zur Geschichte noch zu der Art der Beziehung etwas beiträgt, ob Katy nun Jungfrau ist oder nicht.
Aber wie schon erwähnt haben es die letzten Kapitel dann noch einmal rumgerissen, denn da passierte endlich etwas (wenn auch mit einem großen Denkfehler, entweder bei mir oder in der Geschichte) und das Ende ist dann wirklich ein Cliffhanger, der mich gespannt auf Teil 4 der im Dezember erscheint, zurück lässt.
4/5

Samstag, 20. Juni 2015

[Kurzmeinung] "In der Todeszone" von James Dashner

Auch erhältlich als Hardcover oder eBook

Der letzte Teil der nervenzerreißenden und dystopischen Trilogie "Maze Runner - Die Auserwählten".

Statt der versprochenen Freiheit steht Thomas die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Deshalb müssen er und seine Freunde so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden.

Die Erfolgsserie zum Kinofilm.


Ursprünglich war nur Teil 2 für diesen Monat geplant, doch nach diesem Ende musste ich einfach gleich beim Abschlussband weitermachen. 
Im Gegensatz zu "in der Brandwüste" gab es für mich in diesem letzten Buch der Trilogie keine oder kaum Szenen/Stellen, die sich irgendwie in die Länge gezogen hätten. Im Vergleich zu dem Marsch durch die Brandwüste ging es hier durchweg recht rasant zu. Schauplätze änderten sich und ursprüngliche Pläne mussten notgedrungen wieder verworfen werden. Das sorgte für Spannung.
Die Charaktere sorgten ebenso für ein fesselndes Leseerlebnis, weil man als Leser oft selbst nicht wusste, wem man noch vertrauen und glauben konnte/sollte. 
Sehr gut gefallen hat mir hier vor allem (an der ganzen Trilogie), dass es sich zwar erahnen ließ, dass sich auch eine gewisse Liebesgeschichte entwickelt, diese aber niemals besonders im Mittelüunkt stand. Eine nette Abwechslung zu den meisten Dystopien/Reihen.
Thomas wächst mit seinen Aufgaben. Da konnte man in diesem Teil noch einmal ganz deutlich sehen. Die Situationen die er durchmachen musste, haben ihn das ein oder andere Mal zu Entscheidungen und Handlungen gedrängt, die ich so nicht von ihm erwartet bzw. ihm nicht zugetraut hätte.
Einen kleinen Punktabzug gibt es von mir leider dennoch. Und zwar für das Ende. Das war mir nämlich, wie so oft, wieder viel zu kurz gefasst und mir fehlte ein bisschen was. Zum Beispiel hätte ich mehr von, mit und über Kanzlerin Paige erwartet. Außerdem fehlten mir dann doch noch die ein oder anderen Hintergründe. Aber noch habe ich Hoffnung, dass ich zu diesen noch etwas in dem Zusatzband, den Geheimakten, erfahre.
Alles in allem aber ein gelungener, spannender und actionreicher Abschlussband der Maze-Runner-Trilogie, der wie die gesamte Trio sehr lesenswert ist.

4/5

Donnerstag, 11. Juni 2015

[Kurzmeinung] "In der Brandwüste" von James Dashner

Auch als Hardcover oder eBook erhältlich

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und ein tödlicher Virus.
Und noch immer halten die undurchsichtigen Schöpfer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren …

Ein Wettkampf gegen die Zeit und mörderische Gegner – Spannung pur! 


Band 2 der Reihe um Thomas und die Lichter schließt quasi nahtlos an Band 1 an. Der Einstieg fiel dementsprechend leicht. Gleich zu Beginn tun sich auch schon wieder neue Rätsel auf, die sogleich für Spannung sorgen. 
Als es für Thomas und seine Freunde dann los zur nächsten Aufgabe geht, empfand ich es erst einmal als etwas schleppend. Ihr Marsch mit nur gelegentlichen Ereignissen war für meinen Geschmack etwas zu lang geschrieben. Allerdings betonte es auch oftmals die Eintönigkeit, der sie in der Wüste ausgesetzt waren. 
Zwischendurch trifft die Gruppe immer wieder auf neue Herausforderungen und Erkenntnisse, welche sie anfangs noch in Grenzen hielten. Doch dann gab es einen für mich sehr deutlichen Wandel in der Geschichte und von diesem Moment an wollte ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Es wurde unglaublich spannend und dadurch auch fesselnd. 
Das Ende war so gewählt, dass ich unbedingt weiter lesen wollte und das tue ich auch bereits beim dritten Teil der Reihe. Daher fällt es mir auch etwas schwer deutlicher zu werden bei dieser Kurzmeinung, aus Angst, dass ich vielleicht doch etwas verwechsele und schon in den falschen Teil vorgreife.
Insgesamt auf jeden Fall eine gelungene Fortsetzung, die zwar ein paar Dinge aufklärt, aber am allermeisten neue Fragen und Rätsel aufwirft, auf deren Auflösung ich nun in Band 3 hoffe.

4/5

Mittwoch, 15. April 2015

[Kurzmeinung] "Drowning" von Rachel Ward


Auch erhältlich als eBook

Es war ein tragischer Unfall, sagt die Polizei. Er soll mit seinem Bruder Rob und dessen Freundin Neisha am See gewesen sein. Jetzt ist Rob tot, Neisha hat panische Angst und Carls Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Alles ist ihm fremd – seine Mutter, sein Zuhause, seine Sachen. Und obwohl jeder behauptet, dass die Brüder sich nahe gestanden haben: Carl empfindet keine Trauer. Dafür fühlt er sich zu Neisha hingezogen. Ist er ein gefühlskaltes Monster? Und wieso glaubt er, Robs Stimme zu hören, wenn der doch ertrunken ist?

Wasser ist der Ursprung alles Lebens, sagt man. Für Carl ist es nur eins: tödlich!


Ich weiß gar nicht so richtig, was ich über dieses Buch sagen soll. Erwartet hatte ich einen fesselnden Jugendthriller. Dass es das (für mich) nicht werden würde, wurde mir recht schnell klar. Dann rechnete ich mit einer spannenden Geschichte über die Bewältigung eines Schicksalsschlags mit allen Höhen und Tiefen ... und vor allem Tiefe. Doch auch das wurde dann nicht wirklich geboten. Was dann? Nun, das weiß ich eigentlich immer noch nicht so genau. Denn irgendwie habe ich, obwohl das Buch sich ruck zuck lesen lässt gar keinen richtigen Zugang gefunden. Weder zur Geschichte, noch zu Carl, dem Protagonisten. 
Stellenweise gab es Situationen, in denen ich kurzzeitig gefesselt war, weil ich mir vorkam, als würde ich einen "Horrorfilm lesen". Doch diese Passagen gingen leider auch genauso schnell wieder vorbei. 
Habe ich anfangs noch mit einer überraschenden Geschichte gerechnet, musste ich leider sehr schnell fest stellen, dass es sich doch irgendwie alles im Kreis drehte und wiederholte. Noch dazu war das Ende doch recht absehbar.
Das Buch war zwar ganz nette Unterhaltung und las sich flüssig und temporeich runter, mehr aber leider auch nicht. In meinen Augen absolutes Mittelmaß.

3/5

Samstag, 31. Januar 2015

[Kurzmeinung] "Im Labyrinth" von James Dashner


Auch erhältlich als Hardcover, Taschenbuch und eBook

Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsam unwirklichen Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen, bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Das Buch zum Film "Maze Runner"!


Meine Erwartungen zu dem Buch waren etwas gedämpft. Zum einen, weil ich schon mehrmals schlechte Erfahrungen mit gehypten Büchern gemacht hatte. Zum anderen weil ich in einer Rezension (ich weiß nicht mehr wo bzw. bei wem) etwas in der Art "jeden Tag rein ins Labyrinth und abends wieder raus" gelesen hatte. Das klang für mich nun nicht so besonders aufregend.
Was ich aber dann geboten kam, war ganz anders als das Erwartete und hat mich gleich von der ersten Seite an gefesselt. Der Inhalt ist nämlich doch einiges mehr als "nur das". So oft geht Thomas tatsächlich noch nicht einmal ins Labyrinth. Aber wenn, dann gibt es auch etwas zu Erleben. Und genau das war das, was mir an dem Buch so gut gefiel: Es gab keine "überflüssigen", ausschmückenden Situationen, sondern jede Begebenheit schien sinnvoll und notwendig für den weiteren Verlauf.
Zu lesen war es dabei auch noch sehr gut. Anfangs etwas ungewohnt, weil die Jungs für einige Dinge ihre eigenen Worte benutzen. Das war aber schon irgendwie klug gelöst. Denn ich mag es ja nicht besonders, wenn in Büchern mit Fäkalsprache um sich geworfen wird. Also ersetzt der Autor diese Worte einfach durch ein "Klonk" und schon kommt es einem gar nicht mehr so vor, als würden diese inflationär genutzt.
Der Epilog machte es übrigens schwer, nicht gleich Band 2 zur Hand zu nehmen, um zu schauen, was die Auserwählten denn nun in der Brandwüste erleben und wer tatsächlich wo steht.
Bei der Bewertung schwanke ich ein wenig zwischen 4 und 5 Sternen und habe mich nun für die 4 entschieden, damit noch eine Steigerung möglich ist.
Ein paar Worte noch zur Filmausgabe, weil ich diese ja gelesen habe: Die Bilder in der Mitte des Buches bzw. die Untertitel zu diesen, sind irgendwie so gar nicht zutreffend!? Aber vielleicht ist der Film da in einigen Punkten auch anders und dazu passt es? Da ich den Film noch nicht gesehen habe, kann ich mir da kein Urteil machen. Den Inhalt des Buches geben sie meiner Meinung nach, aber eher schlecht als recht wieder.

4/5

Montag, 26. Januar 2015

[Kurzmeinung] "Panic" von Lauren Oliver

Auch erhältlich als eBook

PANIC verändert alle(s).
HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist.
DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.



Diese Rezension bzw. Kurzmeinung schiebe ich nun schon eine Weile vor mir her. Es fällt mir nämlich wirklich ein bisschen schwer, die richtigen Worte zu finden.
Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut und als ich es dann endlich in Händen hielt, dauerte es auch gar nicht lange bis ich zu lesen begann ... und dann auch leider nicht mehr lange, bis ich maßlos enttäuscht wurde.
Spannung kam für mich leider kaum auf. Das lag wohl nicht zuletzt an der ausführlichen Promotion, die zuvor für das Buch gemacht wurde. Im Rahmen der "Challenge" lernte man die Aufgaben nämlich schon kennen. Dass diese genauso in dem Buch auch vorkommen, hätte ich irgendwie nicht gedacht. 
Aber auch in der Schilderung der Situationen während der Prüfungen kam bei mir nur ganz selten der Nervenkitzel an. Zwischen den Prüfungen gab es recht viel Hintergrundinformationen über die Hauptpersonen, was sich für mich aber auch eher oberflächlich und wie eine Aufzählung las.
Was mir aber wirklich gut gefallen hat, war die Stimmung, die außerhalb der Aufgaben rüber kam. Es hatte nämlich für mich etwas richtig atmosphärisches im Sinne von "der letzte Sommer". 
Das ist aber leider auch das einzig wirklich positive, was ich über diesen wirklich mit Spannung erwarteten Roman sagen kann. Schade. Manchmal ist weniger Marketing vielleicht doch mehr.
2/5

Donnerstag, 22. Januar 2015

[Kurzmeinung] "Rockstar weiblich sucht" von Teresa Sporrer


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Natalie Pearce ist DER große Stern am amerikanischen Rockstarhimmel. Teenager kreischen ihren Namen, die Männer stehen Schlange und der Sängerin steigt der Ruhm eindeutig zu Kopf. Sagt zumindest die Presse, von der Natalie langsam aber sicher die Nase voll hat. Als sie sich eine siebenmonatige Auszeit in Österreich nimmt, um dort mit ihren Freundinnen Zoey, Serena, Violet und Nell ein wenig auszuspannen, lauten die Schlagzeilen prompt, sie sei schwanger. Weit gefehlt. Nichts wünscht sich die Sängerin mehr, als einen netten jungen Mann kennenzulernen, aber da ist niemand am Horizont. Bis sie den liebevollen Nerd Ian kennenlernt und die Presse auch davon Wind bekommt…


Obwohl ich ja bekanntlich ein großer Fan der Rockstar-Reihe bin, habe ich mich mit Band 4 anfangs recht schwer getan. Ich mag die Reihe wegen den verrückten, witzigen, zum Teil fast schon skurrilen Personen und Begebenheiten. Aber auch wegen dem lockeren Schreibstil, bei dem man gar nicht merkt, wie ein um die andere Seite einfach beim Lesen hinter einem gelassen wird. Und genau das fehlte mir hier. 
Natalies Art zu denglischen brachte meinen Lesefluss nämlich mehr als einmal ganz schön ins Stocken. An manchen Stellen konnte ich es zwar noch durchaus nachvollziehen, aber an anderen wirkte es dann auf mich einfach überflüssig. Vielleicht war es auch eine der zahlreichen Arten der Autorin, Humor in die Geschichte zu bringen? Das kam leider bei mir nicht richtig an, aber ich bin mir sicher, dass es eine ganze Menge Leser da draußen gibt, die dies nicht stört und die Natalie gerade deswegen ins Herz geschlossen haben.
Womit wir auch schon bei meinem zweiten Problem mit diesem Teil der Rockstars-Reihe wären: Natalie. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Natürlich zeichnet es die Charaktere in der Reihe aus, dass sie nicht immer logisch handeln und oftmals um mindestens 10 Ecken denken. Aber Natalies Einstellung zu einem Partner (sie wünscht sich ganz dringend einen, es soll aber jemand sein, der sie am besten nicht als Rockstar kennt, aber gleichzeitig auch selbst Rockstar sein) war mir dann doch etwas zu verfahren.
Mein Lichtblick in diesem Teil der Rockstars-Reihe war auf jeden Fall Ian. Vielleicht auch weil ich zugegebenermaßen ja selbst ein ganz kleines bisschen Nerd bin. Und Brandon ließ mich ganz erwartungsvoll auf Teil 5 (welchen ich zwischenzeitlich nun auch schon gelesen habe) zurück.
Für mich persönlich der bisher schwächste Teil der Reihe, was aber auch viel mit meiner subjektiven Betrachtung zu Natalie zu tun hat. Ganz sicher gibt es eine Menge Leser da draußen, denen dieser Roman ebenfalls die volle Bewertung wert wäre.

3/5

Dienstag, 13. Januar 2015

[Kurzmeinung] "Ein Rockstar kommt selten allein" von Teresa Sporrer


Obwohl Violet mittlerweile die Einzige in ihrer Clique ist, deren Freund keine Horden an kreischenden Mädchen nach sich zieht, findet sie sich mit ihrem Single-Dasein ziemlich gut ab. Schließlich braucht man nur eine Tafel Schokolade, gute Musik und ein spannendes Buch, um glücklich zu sein. Doch dann taucht unerwartet ein Problem am rosaroten Horizont ihrer Freundinnen auf: Alex' Halbbruder David, der verboten gut aussehende und viel zu begabte Rocksänger. Um den häuslichen Frieden wiederherzustellen, bewirbt sich Violet mit einem heimtückischen Plan als Keyboarderin in seiner Band. Doch dann passiert genau das, womit sie am wenigsten gerechnet hätte: Sie verliebt sich ausgerechnet in David…

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Nach Zoey und Serena wird im dritten Teil der Rockstar-Reihe nun Violet nicht nur zur Hauptperson, sondern auch zur Ich-Erzählerin.
Diesem Band stand ich etwas skeptisch gegenüber, denn mit Vio bin ich in den letzten beiden Teilen nicht so richtig warm geworden. Nach dem Lesen muss ich nun allerdings sagen, dass ich mich ihr um einiges näher gefühlt habe als den beiden Vorgängerinnen. Obwohl es weiterhin eine locker-witzig erzählte Reihe bleibt, hat es Violet stellenweise sogar geschafft, mich wirklich zu berühren. 
Wie ich es von der Rockstars-Reihe schon gewohnt bin, blieb es auch hier recht weit an der Oberfläche. Passagen, die weiter in die Tiefe hätten gehen können, wurden entweder nur kurz angeschnitten oder lösten sich ebenso schnell auch wieder auf. Aber das ist absolut in Ordnung so, denn genau das erwarte ich von der Reihe: spritzige Unterhaltung anstatt seitenlange tiefschürfende Gespräche.
In diesem Teil baute die Spannung zum Teil leider auf Dingen auf, die Vio zwar noch nicht wusste, ich als Leserin allerdings schon. Das nahm erheblich Spannung raus, tat aber dem rasanten Lesefluss keinen Abbruch.
Was mich aber leider doch ziemlich gestört hat (und dafür muss ich auch einen Stern in der Bewertung abziehen), war die Art und Weise, wie Natalie in die Geschichte eingebaut wurde. Auch wenn in dieser Reihe vieles arg überspitzt und in Extremen dargestellt wird, war mir diese Geschichte dann doch etwas zu überzogen und wirkte vor allem viel zu konstruiert.
Nichts desto trotz freue ich mich auf den vierten Teil, in dem es, soweit ich weiß und erahne, um Natalie gehen wird. Band 3 bekommt sehr gute 4/5 Sternen von mir.

4/5

Sonntag, 7. Dezember 2014

[Rezension] "Onyx - Schattenschimmer" von Jennifer L. Armentrout

Titel: Onyx - Schattenschimmer

Reihe: Obsidian (Band 2)

Autor: Jennifer L. Armentrout

Verlag: Carlsen

Seiten: 464

Erschienen: November 2014

Inhalt:

Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?
Quelle: Carlsen



Das Cover gefällt mir, wie auch schon bei Band 1 sehr gut. Was aber fast noch das größere Highlight ist: Das Buch wenn man den Schutzumschlag abnimmt. Mir gefällt es sehr gut, dass auch bei dem "nackten" Buch das Designs des Umschlags fortgesetzt wird. Und irgendwie fühlt es sich ganz besonders an!? Einbildung oder Tatsache?
Der Klappentext lässt vermuten, dass dieser Teil fast nahtlos an den ersten anknüpft und fasst außerdem die Fragen zusammen, die ich mir in "Onyx" beantwortet wünschte, ohne zu viel zu verraten.


Der Einstieg in da Buch fiel mir sehr leicht, denn es schließt direkt an den Vorgänger an, sodass man recht schnell wieder im Geschehen ist, ohne viel aufarbeiten zu müssen, was man in der Zwischenzeit "verpasst" hat.
Der Beginn der Geschichte plätschert erst einmal etwas vor sich hin und vermittelt den Eindruck, dass die Beziehungs- bzw. "Jungs"probleme von Katy im Mittelpunkt stehen werden. Das Verhältnis von Katy und Daemon wirkte dabei auf mich unnötig verkompliziert und als würden sie sich im Kreis drehen. Katy könnte haben, wovon so ziemlich jedes junge Mädchen träumt, fixiert sich dabei aber zu sehr auf ihre eigene Position, in der sie sich Probleme herbei redet, und hört Daemon nicht zu, wenn er sich erklären will. In diesem Punkt gibt es aber im Verlauf des Buches eine deutliche, wenn auch nicht immer positive, Entwicklung, sodass es nicht so konstruiert bleibt, wie es am Anfang wirkte. 
Insgesamt verschieben sich aber auch die Schwerpunkte in der Geschichte. Diese ganze (Nicht)Beziehungssache läuft nach einiger Zeit deutlich mehr im Hintergrund ab und zeigt sich nur an manchen Stellen wieder deutlich als Hauptthema. Stattdessen rückt ein anderer Aspekt in den Mittelpunkt. Nämlich die Veränderung, die Katy selbst durch Daemons Heilung durchläuft. Gemeinsam mit den beiden heraus zu finden, was es damit auf sich hat ist durchaus spannend.
Damit tritt auch der geheimnisvolle Blake auf den Plan. Anfangs befürchtete ich die typische Dreiecksgeschichte, die ja schon fast zum feinen Ton eines Jugend-Romantasy-Buchs gehört, doch dieser Aspekt wird schon beinahe im Keim wieder erstickt, was mir sehr gut gefallen hat.
Der schon im Klappentext versprochene Geschichtsstrang um das Verschwinden von Dawson und Bethany fügt sich nahtlos und ebenfalls spannend in die Entwicklung von Katy ein, was mir ebenfalls sehr zusagte.
Spätestens das letzte Viertel des Buches, bietet dann wohl für jeden Geschmack noch einmal etwas: Action, Drama, aber auch etwas fürs Herz. Da bleiben eigentlich kaum Wünsche offen. 
Nur die Sache um Dawson und Beth bleibt noch ein kleines bisschen offen, sowie auch die Frage, wie es mit Katy, Daemon und dem VM weitergehen wird. Man kann also auf den nächsten Band gespannt sein.
Das einzige, was ich noch immer nicht wirklich überzeugend fand, war Katys Leidenschaft für die Bücher und ihren Blog. Es gibt aber eine eindeutige Steigerung zum Vorband und vielleicht erreicht mich dieser Aspekt der Geschichte ja dann in Band 3 auch vollends.
Aber, um mit etwas absolut positiven abzuschließen: Beim Lesen sind mir deutlich weniger Parallelen zu anderen Büchern aufgefallen als im ersten Band. Genau das, was ich mir erhofft hatte.
Bewertung: 4,5/5




Ein Großteil der Charakter in "Onyx" sind natürlich schon aus dem ersten Teil der Obsidian-Reihe bekannt und haben sich auch anfangs noch nicht wirklich verändert, da es ja, wie oben schon erwähnt, direkt an Band 1 anknüpft.
Allerdings muss auf jeden Fall erwähnt werden, dass die beiden Protagonisten Katy und Daemon im Laufe der Geschichte eine deutliche Entwicklung durchmachen und besonders Daemon mit vielen Charakterzügen und unterschiedlichen "Schichten" des Verhaltens ausgestattet wird. Auch wenn er es sich selbst und Katy durch seine oft sehr flapsige Art nicht gerade leicht macht, hat mir doch gerade diese sehr gut an ihm gefallen. Und natürlich hat er auch seine ernsten Phasen, in der dann der verantwortungsbewusste und verlässliche Daemon durchkommt. Insgesamt sind aber sowohl er, als auch Katy viel zu impulsiv, als dass sie es sich einfach machen könnten.
Katy hat mich anfangs ziemlich in den Wahnsinn getrieben. Sie betont immer wieder, dass sie nicht diese "Alienverbindung" zwischen Daemon und sich will, sondern etwas "echtes". Das ist zwar verständlich, aber da musste ich mich fragen: Was soll denn bitte echter sein, als dieses Kribbeln, Knistern und Prickeln, dass ich ja selbst beim Lesen zwischen ihnen gespürt habe? Dem ganzen wurde dann noch die Krone aufgesetzt, als sie versucht Gefühle zu Blake zu erzwingen. Was ist denn daran dann bitte echt? Das stellt sie dann aber zum Glück auch selbst verhältnismäßig schnell fest und findet beinahe automatisch die für sich richtige Lösung.
Abgesehen von diesem kleinen Problem, dass ich mit Katy hatte, war sie mir aber sehr sympathisch. Nicht zuletzt auch durch die Tatsache, dass sie sich, obwohl sie genug eigene Probleme hat, zumindest anfangs noch für die Angelegenheiten ihrer Freundinnen interessiert. Später kommt ihr dafür etwas die Zeit abhanden, doch das würde ich noch nicht einmal ihr schlecht anrechnen, sondern eher Blake... aber lest selbst.
Und wo wir schon bei Blake sind, muss ich sagen, dass er mir anfangs viel zu glatt wirkte und mich tatsächlich gelangweilt hat. Im Lauf der Geschichte entpuppt er sich dann aber doch als sehr interessanter Charakter, den ich lange lange Zeit nicht richtig einzuordnen wusste. Meine Meinung zu ihm schwankte irgendwo zwischen "sehr berechnend" und "absolut leichtsinnig".
Bewertung: 4,5/5



Der Schreibstil ist wie auch schon im ersten Band sehr unterhaltsam und humorvoll und dadurch wirklich leicht und fließend zu lesen. Durchgehend hatte ich das Gefühl das Jennifer L. Armentrout einfach frei "von der Leber weg" schreibt.
Mein persönlich größtes Lesevergnügen war wohl Katys Interpretation von "Hungry like the wolf". Denn ganz ehrlich? Genau so hätte es auch von mir stammen können.
Was meinen Lesefluss ab und an etwas störte war Daemons (anfangs noch lustige) Konsequenz, Blake beim falschen Namen zu nennen. Irgendwann war es leider nur noch nervend und störend.
Bewertung: 4/5



Jennifer L. Armentrout schuf hier einen zweiten Teil, in dem sie mich viel deutlicher von IHREN Ideen überzeugen konnte.
Eine spannende Entwicklung, eine Dreiecksgeschichte, die eigentlich gar keine ist und toll gezeichnete Charaktere, die mich auch schon mal in die Irre führen oder in den Wahnsinn treiben konnten, machten "Onyx" für mich zu einem echten Lesehighlight.



Mittwoch, 1. Oktober 2014

[Kurzmeinung] "Obsidian - Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout

Titel: Obsidian - Schattendunkel

Reihe: Obsidian (Band 1)

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Verlag: Carlsen

Seiten: 400

Erschienen: April 2014

Inhalt: 

Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
Quelle: Carlsen

Meine Meinung:

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch uuuunbedingt haben müsst und euch dann doch nicht 'traut' es zu lesen? Aus Angst vor einer Enttäuschung? So ging es mir mit "Obsidian - Schattendunkel". Gekauft war es schnell, aber bis ich es dann zum Lesen in die Hand nahm, hat es erst noch eine Weile gedauert. 
Entgegen meiner Sorge, kam ich dann auch sehr schnell und gut ins Buch rein. Obwohl sich wohl kaum abstreiten lässt, dass es eine Menge Parallelen und ähnliche Szenen zu bereits bekannten Büchern (allen voran die Biss-Reihe) beinhaltet, konnte mich dieses Buch doch sehr schnell für sich einnehmen. KLar, es gibt besagte Parallelen. Aber ein sehr schöner, klarer Schreibstil und der Ausbau der Szenen in etwas dann doch ganz anderes, können dann doch überzeugen. Bis es soweit war, dass Katy es erfährt, hatte ich keine Ahnung, um was für Wesen es hier eigentlich geht (Danke dafür an all die schönen, aber spoilerfreien Rezensionen bzw. deren Verfasser, die ich im Vorfeld lesen konnte). Ich möchte mich da auch gerne anschließen und nicht zu viel verraten. Daher nur soviel: Es bleibt vampirfrei und war für mich mal etwas ganz neues.
Jennifer L. Armentrout schreibt flüssig und packend und beweist auch, dass sie sehr wohl eigene Ideen hat. Daher habe ich mich häufig gefragt, ob denn all diese Parallelen wirklich sein mussten? Aber wie schon erwähnt, letztendlich überzeugt dann doch das neue.
Wer mich nicht so ganz überzeugen konnte, war hingegen Katy. Sie ist zwar an sich ein ganz sympathisches Mädchen, gab sich für meinen Geschmack aber mehrmals zu gezwungen cool. Aber gut, das musste sie natürlich, denn sonst wäre die ganze Sache mit Daemon ja viel zu leicht geworden. Leider konnte ich ihr aber auch ihre angebliche Leidenschaft, das Lesen und Bloggen, nicht ganz abkaufen. Nicht einmal trifft man sie mit einem Buch an, wenn ich mich recht erinnere und ihr Blog wird zwar immer wieder kurz erwähnt, doch diese angebliche Leidenschaft dafür kam einfach nicht rüber. Mir hätte es dann wahrscheinlich mehr zugesagt, diesen Aspekt ganz wegzulassen. Aber es ist ja nun auch nichts, was die Geschichte grundlegend gestört hat.
Dee und Daemon hingegen, fand ich großartige Charaktere. Ganz besonders diese Verbundenheit zur Familie und dass sie gegenseitig an erster Stelle kommen, hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn von Anfang an zu vermuten war, dass Daemon sich 'härter' und negativer gibt, als er eigentlich ist, war es doch recht amüsant, seine kleinen 'Einbrüche' in der Fassade mitzuverfolgen. 
Alles in allem ein gelungener Auftakt, der mich gespannt auf Band 2 zurück lässt. In der Hoffnung, dass es dort dann deutlich mehr Armentrout und weniger Ideen der Autorenkollegen geben wird.
Bewertet hätte ich dieses Buch wohl mit soliden 4 Sternen. 

Freitag, 1. August 2014

[Rezension] 'Verliebe dich nie in einen Rockstar' von Teresa Sporrer

Ein Rockstar in ihrer Klasse! Zoey kann es noch gar nicht richtig glauben. Der angeblich coolste Junge aller Zeiten sitzt in Mathe plötzlich neben ihr. Acid. Ja, genau – DER Acid. Ungekämmtes Haar, verschlungene Tattoos auf den Armen, auffällige Sonnenbrille und natürlich tiefschwarze Klamotten. Vollkommen übertrieben, findet Zoey, und versteht nicht, warum ihre Freundinnen bei jeder seiner Bewegungen loskreischen müssen. Aber es kommt noch viel schlimmer. Acid braucht Nachhilfe in Mathe – und die will er ausgerechnet und ausschließlich von Zoey.
Quelle: Carlsen


Das Cover verrät nicht viel, macht aber beim Lesen des Buchs plötzlich Sinn. Es gibt da eben diese eine Stelle, an der ich mir direkt dachte 'aha, das Coverbild'. Es passt also perfekt zur Geschichte. Gelungen finde ich auch das 'Plektron' in das Titel und Autor eingebettet sind. Auch dies ist stimmig mit der Geschichte. In meinen Augen also ein sehr gelungenes Cover.
Auch der Klappentext verrät hier nicht zu viel, verschafft dem Leser aber einen guten Überblick über die Ausgangsposition.


Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich zuvor keinerlei Rezension zu diesem Buch gelesen habe und daher auch ohne Erwartungshaltung ran ging. Das ist ja meistens schon eine gute Ausgangssituation und sollte sich so auch hier bestätigen.
Schnell hatte ich das Gefühl von einer humorvoll erzählten 'Alltagsgeschichte'. Nahezu perfekt für den Sommer. Die Geschichte bewegt sich auf einer sehr einfachen Ebene und ging nur an wenigen Stellen etwas tiefer. Im Gesamtbild ist das aber auch durchaus in Ordnung und im Nachhinein hätte man sich sogar diese wenigen Stellen sparen können, da sie dadurch, dass es nur angeschnitten wird etwas 'hingeklatscht' wirkten. Als hätte die Autorin sich gedacht, ganz ohne tiefer sitzende Emotionen geht es nicht. Wirklich störend war es aber nun auch nicht.
Das, was bei mir hier immer im Vordergrund stand, war der Witz und der Humor, mit dem die Geschichte erzählt wird. Wer meinen Blog eine Weile verfolgt, weiß vielleicht, dass ich in dem Bereich nicht immer einfach zufrieden zu stellen bin. Umso größer ist wohl das Lob, wenn ich jetzt sage, dass der Humor mich hier vollkommen erreicht hat. Schon die Titel der einzelnen Kapitel entlockten mir oft ein Grinsen und ein Dauerschmunzeln war Programm. Ehrlich gesagt habe ich mich sogar ein paar Mal beim Lachen erwischt.
Die Geschichte wirkt aus dem Leben gegriffen und ist wie schon gesagt auf sehr humorvolle Weise erzählt. Zum Ende hin wird es dann zwar ein bisschen kitschig, hält sich aber gerade noch im 'erträglichen' Rahmen. 
Auch die Einschübe aus Zoeys Vergangenheit haben mich häufig lachen lassen und zeichneten das Bild einer liebenswerten Chaotin, das in sich stimmig war.
Und dann gibt es da eben noch den Bezug zur Musik. Diese Gespräche, die sich zum Teil aus einzelnen Songausschnitten zusammensetzten haben mir sehr gut gefallen und die Leidenschaft von Alex als Protagonist war immer präsent.
Bewertung: 5/5


Wie schon im oberen Punkt erwähnt, lebte diese Geschichte für mich von Witz und Humor. Das spiegelt sich auch im Schreibstil wieder, der sehr locker ist und sich dadurch auch sehr schnell lesen lässt. 
Durch eine gewisse Art von Spannung, die hauptsächlich im Kribbeln zwischen den Protagonisten und der Frage nach dem nächsten Fettnäpfchen, das Zoey erwischt, besteht fliegen die Seiten nur so an einem vorbei und man erreicht vor allem durch die Leichtigkeit ein sehr hohes Tempo, so dass ich das eBook an einem Stück weg gelesen habe.
Bewertung: 5/5


Zoey/Kali präsentierte sich mir als eine Art glückliche Außenseiterin. Sie weiß zwar, dass sie nicht die beliebteste Schülerin ist, ist aber zufrieden mit der Handvoll guter Freunde, die sie hat. Schade fand ich dann, dass ihre Art von Sarkasmus, die ich eigentlich sehr zu schätzen wusste, sich bei Gedanken zu ihren Freundinnen dann schon fast etwas abwertend las. lange fragte ich mich daher auch, was denn überhaupt diese vier Mädchen verbindet. Später spürte ich dann aber, dass sie eben auf ihre ganz spezielle Art sehr gut miteinander harmonisieren. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Mädchenclique dadurch lebendig wirkt, dass wirklich jedes der Mädchen eine ganz eigene Art hat und sie nicht irgendwelche Prototypen oder Klischees verkörpern.  
Besonders Serena ist mir dabei ins Auge gestochen. Anfangs empfand ich ihre Art zwar als mehr als seltsam, wenn man sich dann aber einmal an ihre Art, nur in der dritten Person von sich zu sprechen gewöhnt hat, ist sie ein durchaus liebenswerter Charakter. Daher freue ich mich auch schon darauf, sie im zweiten Teil der Reihe begleiten zu dürfen.
Um noch einmal auf Zoey zurück zu kommen, kann ich noch sagen, dass sie durchaus eine Entwicklung durchmacht. Sie wirkte zwar immer glücklich, merkt nun aber, dass Sarkasmus zum Selbstschutz nicht alles im Leben ist und lässt sich auf ganz neue Erfahrungen ein. 
Neben dem Sarkasmus ist sie nicht nur schlagfertig, sondern kann auch für sich selbst einstehen. In meinen Augen eine wirklich gelungene Protagonistin, der man ihre kleinen Macken gern verzeiht.
Von Alex/Acid hätte ich zwar irgendwie mehr Eskapaden erwartet, immerhin ist er der coole Rockstar, aber auch wenn er nicht ganz so viel Bad Boy ist, wie man erwarten dürfte, bringt er trotzdem auch einen gewissen Schwung in die Geschichte. Sein Musikgeschmack hat ihn mir übrigens auch sehr sympathisch gemacht. Alles in allem ist auch Alex auf seine Art ein sehr liebenswerter Charakter.
Bewertung: 4,5/5


Eine Geschichte, die vor allem von ihrem Humor lebt und für mich ein perfektes Sommerbuch für leichte Lesestunden in der Sonne darstellt.


[Challenge] Carlsen-Triathlon - Juli


Gelesene Bücher:



Gelesene Seiten:



Zusatzaufgabe:

1. lies ein Buch eines / einer deutscher Autor/in

Lieblingsgefühle von Adriana Popescu (Rezi)

ODER


2. lies ein Buch eines / einer amerikanischen Autor/in

Freitag, 25. Juli 2014

[Rezension] 'David Tage, Mona Nächte' von Andreas Steinhöfel & Anja Tuckermann

Mona will David kennenlernen, aber sie will ihn nicht treffen, sie will ihm Briefe schreiben. Und David, der Wortkarge, der Coole, der sich nicht ausdrücken kann, soll zurückschreiben. Nur zögerlich lässt er sich darauf ein, und nach und nach kommt in den Briefen ein anderer David zum Vorschein - einer, der seinem kleinen Bruder die Windeln wechselt, der ein Problem damit hat, jünger zu sein als Mona, und der schließlich alles von ihr wissen will. Doch plötzlich ist es Mona, die David etwas verschweigt...
Quelle: Carlsen


Das Cover zeigt die beiden Protagonisten und ich finde das sehr passend. Denn in gewisser Weise sind sie sich nah durch die ähnliche (bzw. gleiche) Umgebung, können sich aber auf der anderen Seite nicht sehen oder gar anfassen, da sie eben doch getrennt sind. Das beschreibt für mich den Briefkontakt, den die beiden führen recht gut.
Der Klappentext macht natürlich auf der einen Seite neugierig. Man (oder zumindest ich) fragt sich die ganze Zeit, was Mona denn wohl verschweigt. Auf der anderen Seite verrät er aber auch schon viel von der ganzen Geschichte. Das bleibt aber auch kaum aus, wenn das Buch nur 160 Seiten umfasst.


Erwartet hatte ich von dem Buch eine zarte Liebesgeschichte ohne allzu viel Tiefgang. Beim Lesen habe ich dann aber festgestellt, dass man eben doch recht viel Tiefe bekommt, wenn man nur ein wenig zwischen den Zeilen liest. Das hat mich absolut positiv überrascht.
Was ich am Geschichtsverlauf überhaupt nicht verstanden habe, war der große Streit, den David und Mona hatten. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich doch schon zu alt bin, um mich 100%ig in so junge Protagonisten hinein zu versetzen. 
Der 'ganz andere David' wirkte auf mich nicht wirklich als dieser, was aber wohl auch daran lag, dass der Klappentext hier schon einiges vorweg nahm. Für mich war es eben eher eine 'ganz andere Mona', die ja auch zum Ende des Klappentextes schon angedeutet wird.
Das Ende der kurzen Geschichte war auf jeden Fall effektvoll und ging ans Herz, aber ich bin eher ein Fan von abgeschlossenen Enden. Dieses hier lässt doch sehr viel Interpretationsfreiraum. 
Insgesamt kann ich mir das Buch als gute Unterrichtslektüre vorstellen, da es an vielen Stellen Diskussionsgrundlagen bieten kann.
Bewertung: 4/5


Die komplette Geschichte wird ausschließlich durch die Briefe erzählt, die Davis und Mona hin und her schicken. Eben dies lässt auch oben genannten Interpretations- und Diskussionsfreiraum. Gleichzeitig gewährt diese Form aber auch einen sehr hohes Lesetempo.
Der Schreibstil wirkte auf mich oft recht unausgereift, aber aufgrund der Briefe wirkte es genau so auch wieder authentisch. 
Bewertung: 4,5/5


Beide Protagonisten waren mir recht sympathisch, wirkten aber eben wie die typischen Teenager. Oft musste ich mich selbst um über 10 Jahre zurück denken, um ihnen das was sie schreiben und wie sie reagieren abzunehmen.
David wirkt tatsächlich älter und reifer, als er eigentlich ist. Das wird aber wohl in erster Linie an seinen Lebensumständen liegen, was ich auch recht gut nachvollziehen konnte.
Mona gibt lange Zeit vor jemand anders zu sein, lernt aber durch den Briefkontakt sich zu öffnen und zu zeigen, wer sie wirklich ist. Auch das konnte ich sehr gut nachvollziehen, denn gerade in ihrem Alter versucht man eben oft anderen zu gefallen und erst wenn man die Person findet die tiefer gräbt und nach der wahren Persönlichkeit sucht und diese auch so akzeptiert, lernt man, sich auch selbst so zu akzeptieren, wie man eben ist.
Sowohl Mona, als auch David wirkten auf mich recht impulsiv, was man besonders an ihrem Streit erkennen konnte. Aber auch da zählt wohl zu 'typisch Teenager'.
Bewertung: 4,5/5


Ein nettes kleines Buch, das Freiraum für eigene Überlegungen und Interpretationen lässt, mit viel mehr Tiefe als erwartet. Eine kurze Geschichte, die ich mir auch sehr gut als Unterrichtslektüre vorstellen kann.