Mittwoch, 4. November 2015

Zwei Stufen zum Glück von Emma Belle

Auch als Taschenbuch erhältlich

Clara weiß genau was sie will: Sie will berühmt sein und das um jeden Preis. Den großen Gefühlen vertraut sie nicht mehr, seit ihre Mutter plötzlich stirbt, als Clara gerade erst sechzehn Jahre alt ist. Mit dem Job in der Redaktion scheint ihr Ziel in greifbare Nähe zu rücken, bis Roger in ihr Leben platzt und beginnt, ihre Träume in Frage zu stellen. Doch sie gewinnt den inneren Kampf gegen die starken Gefühle für ihn. Roger muss machtlos mit ansehen, wie ausgerechnet sein bester Freund Chili Claras Herz im Vorbeigehen erobert. Die Beziehung scheint anfangs perfekt, doch schon kurz vor der Hochzeit beginnen diese Ereignisse, die Claras Träume in Luft auflösen. Wird sie wirklich alles verlieren? Und was ist wahres Glück? 
(Quelle: Amazon)



Das Cover gefällt mir in seiner Schlichtheit recht gut und passt natürlich mit Leiter und Herz/Liebe optimal zum Titel.
Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Vor allem auf die Antwort der Autorin auf ihre Frage nach dem wahren Glück. Denn auch, wenn Glück natürlich eine individuelle Angelegenheit ist, hat mich interessiert, wie es hier ausgelegt wird.


Der Einstieg in das Buch hat mich gleich gepackt. Er war nicht nur recht emotional, so dass ich die Verzweiflung herausfühlen konnte, sondern natürlich auch so gewählt, dass man unbedingt wissen wollte, wie Clara dorthin gekommen ist, wo sie nun steht.
Im weiteren Verlauf hat es mich dann doch eher überrascht, dass es keine wirkliche lineare Entwicklung zu diesem Punkt gab. Viel mehr springen wir durch Claras Leben und begleiten sie vor allem bei ihren Höhe- und Tiefpunkten. Mit allem dazwischen wird sehr sparsam umgegangen.
Zuerst war diese Art für mich etwas befremdlich, doch dann hatte ich mich recht schnell daran gewöhnt und muss sagen, dass auf diese Weise Alltagsgeschichten erzählt werden, ohne dass nervige Längen auftreten.


Mit Clara als Protagonistin hatte ich so meine Schwierigkeiten. In vielen Dingen schien sie das genaue Gegenteil von mir zu sein und dadurch fiel es mir häufig schwer, ihr Verhalten nachzuvollziehen.
Clara wirkte auf mich oft stur und selbstgerecht. Die Fehler suchte sie fast immer nur bei den anderen. Das allein wäre kein Problem für mich gewesen. Doch was mir wirklich fehlte, war ihre Entwicklung. Nachdem ich aus sehr ähnlichen Gründen den dritten Job verloren habe, muss ich doch mal anfangen nachzudenken, was ICH ändern kann und nicht immer nur über die "bösen anderen" schimpfen, oder?
Neben Clara bleiben leider die anderen Charaktere sehr blass und ich empfand ihre Beschreibungen oft mit einem herablassenden Unterton.


Wir erleben die Geschichte durch Claras Augen. Dabei verwendet die Autorin als Erzählstil sehr viele Dialoge. Das mag man oder eben nicht. Für mich persönlich wurde die Geschichte dadurch sehr kurzweilig und ich wurde doch recht schnell über die Seiten voran getrieben.
Einzig der oben schon angesprochene teils herablassend wirkende Unterton hat mir nicht ganz zugesagt.


Trotz meiner Probleme mit der Protagonistin habe ich diese Geschichte gern gelesen. Die Art des Erzählens war irgendwie anders, hatte mich aber schnell überzeugt.

4/5

Ich bedanke mich bei der Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

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