Mittwoch, 9. März 2016

[Kurzrezension] Weil du mein bist von Sean Olin

Auch als eBook erhältlich

Lilah und ihr Freund Carter sind das perfekte Traumpaar. Aber unbemerkt von allen anderen, beginnt es zu kriseln. Lilahs vereinnahmendes Wesen und ihre Stimmungsschwankungen machen Carter zunehmend zu schaffen. Dann taucht plötzlich Jules auf. Wunderschön, lustig, clever, talentiert. Und Carter verfällt ihr hemmungslos. Doch eine Nacht voller Leidenschaft verändert alles und hat Konsequenzen, mit denen niemand rechnen konnte. (Quelle: Random House)




"Leidenschaftlich, abgründig und atemberaubend spannend" - das verspricht der Klappentext bzw. der Kommentar unter diesem.
Leidenschaftlich - Nein. Für mich wirkte das Buch auf keinen Fall so. Eher war es für mein Empfinden sehr kühl und düster geschrieben. Wirklichen Zugang zu den Charakteren fand ich keinen und Sympathien konnte ich auch nicht wirklich entwickeln. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und verwirrte mich hier und da mit Perspektivwechseln von einem Satz auf den nächsten, welche für mich so nicht immer ersichtlich waren.
Abgründig - nun ja. Man kann es sicherlich so sehen. Aber so wirklich abnehmen konnte ich dieses "Drama" bzw. den Umgang damit nicht. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber einiges wirkte doch etwas überzogen bzw. ignorant. Je nachdem aus welchem Blickwinkel man das ganze betrachtet. Vielleicht kam dieses "abgründige" auch einfach nicht zur Geltung, weil ich mich von den Charakteren durchweg distanziert fühlte und ihnen nicht wirklich näher kommen konnte.
Atemberaubend spannend - spannend teilweise, atemberaubend nicht wirklich. die Geschichte ist in zwei Teilen aufgebaut, von welchen der erste ca. 3/4 des Buchs einnimmt. Dieser erste Teil konnte mich so gar nicht packen, wirkte eher wie eine langatmige Vorerzählung zur eigentlichen Handlung. Sicherlich wurde es hier und da mal ganz interessant, aber mit Spannung hatte das nicht viel zu tun. der zweite Teil hat das Ruder dann doch noch herum gerissen und konnte mich damit überraschen, dass es die ein oder andere wirklich spannende Szene gab. Vielleicht blieb die Spannung aber auch aufgrund der Erzählweise bzw. den oben schon erwähnten verschiedenen Perspektiven auf der Strecke. Ein Thriller-Gefühl kam bei mir jedenfalls nicht auf.
Ich befürchte der oben zitierte Satz unter dem Klappentext hat mich auf eine falsche Fährte geführt, durch welche ich mit völlig falschen Erwartungen an die Geschichte ranging. Schade. Unter anderen Umständen hätte das Buch sicher viel besser Gefallen können. 



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