Donnerstag, 9. Oktober 2014

[Kurzmeinung] "Das Spiel" von Richard Laymon

Titel: Das Spiel

Autor: Richard Laymon

Verlag: Heyne

Seiten: 512

Erschienen: März 2007

Inhalt:

Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane einen Fünfzig-Dollar-Schein und die Aufforderung, sich an einem ominösen „Spiel“ zu beteiligen: Wenn sie jeweils mitternachts eine bestimmte Aufgabe löst, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter – bis es kein Zurück mehr gibt: Das „Spiel“ artet zu reinstem Terror aus ....
Quelle: Random House

Meine Meinung:

Dieses Buch war eine ganz neue Erfahrung für mich. Ich habe zwar bereits den ein oder anderen King gelesen, doch bewusst ein Buch unter dem Genre Horror hatte ich noch nicht zur Hand genommen. Dadurch, dass dies aber eine der Aufgaben zur Einmal-durchs-Regal-Challenge war, habe ich mich letztendlich für dieses Buch entschieden, dass nun schon eine Weile auf meinem SuB lag.
Gekauft hatte ich es damals, weil ich die Idee bzw. das Prinzip des Buches bzw. des 'Spiels' sehr spannend fand. Und so war es dann auch beim lesen. Die Frage, wie weit ein Mensch bzw. auch wie weit ich selbst für das Geld gehen würde, war anfangs sehr präsent. Allerdings fehlten mir ein paar kleinere Zwischenaufgaben auf dem Weg von 'Kein Problem' zu wirklich harten Aufgaben. So war ich dann auch sehr schnell raus und war mir sicher, DAS hätte ich sicher nicht gemacht.
Damit einher geht das Empfinden, Janes Verhalten schon bald nicht mehr nachvollziehen zu können. In sie hinein versetzen konnte und wollte ich auch bald gar nicht mehr. Aber das ist nun gar kein Kritikpunkt, denn wirklich: Ich bin froh, es nicht gekonnt zu haben. 
Wie schon die Steigerung der, nennen wir es mal, Schwierigkeit beim Spiel, ging es mir auch in der Beziehung von Brace und Jane alles etwas zu schnell. Bereits nach einigen Tagen des Kennens, scheinen sie nicht mehr ohne einander zu können. Auch hier hätte ich mir einige kleinere Zwischenschritte gewünscht.
Der Schreibstil von Laymon ist hier doch sehr nüchtern gehalten, was auf der einen Seite sehr passend war, mich aber auf der anderen Seite auch immer etwas zu weit vom Buch distanziert gehalten hat, so dass dieses richtige "Gruseln" sich nicht häufig eingestellt hat. Das mag aber auch daran liegen, dass ein Buch nur schwer die gleiche Atmosphäre heraufbeschwören kann, wie es ein guter Horrorfilm kann. Dennoch habe ich hier auch schon das Gegenteil erlebt. 
Die wörtliche Rede hat es mir stellenweise sehr schwer gemacht, der Handlung zu folgen. Nicht weil es zu viel oder zu wenig gewesen wäre, sondern weil diese oft aneinander gereiht wurde, ohne Begleitsätze. Auf der einen Seite passt das zwar zu dem nüchternen Schreibstil, auf der anderen Seite wusste ich manchmal nach einigen Sätzen nicht mehr, wer nun was sagt. 
Alles in allem war es aber ein doch sehr spannendes Buch, dass durch den sympathischen Humor (besonders in den Gesprächen zwischen Brace und Jane) aufgelockert wurde. Mein erster (aber sicherlich nicht letzter) Laymon, den ich mit 3,5/5 Sternen bewerten würde.

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