Donnerstag, 14. Mai 2015

[Kurzmeinung] "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater


Auch als Taschenbuch oder eBook erhältlich

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.

Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.


Der Schuber zur Trilogie stand schon eine ganze Weile im Regal, aber ich habe es ehrlich gesagt immer vor mir her geschoben, mit der Geschichte zu beginnen. Gekauft wurde der Schuber, weil er mir optisch so gut gefällt. Nach den beiden ersten Bänden der Raven-Boys-Reihe der Autorin stand ich ihr jedoch etwas skeptisch gegenüber, was mich dazu brachte, diese Trilogie in der Leseplanung immer wieder nach hinten zu verschieben,
Anfangs dachte ich noch, dass es durchaus berechtigt war, denn der Einstieg ins Buch fiel mir tatsächlich etwas schwer. Es war anfangs etwas schwierig für mich, zu sortieren, wo ich mich in der Geschichte (zeitlich, örtlich und handlungstechnisch) eigentlich gerade befinde. Bald aber wurde der Verlauf der Geschichte konstanter und somit fühlte ich mich auch mehr in der Geschichte angekommen.
Die Geschichte um Sam und Grace steht hier eindeutig im Mittelpunkt. Sie ist romantisch und hat bestimmt noch eine etwas größere Wirkung, wenn man sie in der entsprechenden Jahreszeit liest. Geraten wurde mir das mehrmals, aber irgendwie passte es dann doch nie so richtig. Aber auch bei höheren Temperaturen ist es schön, die Entwicklung der Beziehung zu verfolgen. Leider wirkte es aber manches mal so, als gäbe es drum herum zu wenig Geschichte für über 400 Seiten, denn manches mal gab es dann doch ein paar Längen, weil einfach nicht viel passierte bzw. die Entwicklung sehr langsam und seicht vor sich ging.
Dazu trägt vielleicht auch der Schreibstil etwas bei. Aus ihm spricht die Liebe der Autorin zum Detail, was das Tempo wohl auch noch etwas dämpfte. Das ist aber gar nicht negativ gemeint, da der Schreibstil alles in allem sehr ansprechend ist.
Positiv erwähnt sei auch noch die Aufmachung des Buches. Zu beginn jedes Kapitels gibt es eine Angabe zur Temperatur, sodass man recht schnell ein Gefühl dafür hatte, wie "kritisch" ein Kapitel werden dürfte.
Insgesamt hat mit der Trilogie-Auftakt sehr gut gefallen und ich bin bereits dabei, Band 2 zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Grace, Sam und den Anderen weitergeht.

4/5

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