Freitag, 15. Mai 2015

[Kurzmeinung] "Ruht das Licht" von Maggie Stiefvater

Auch als Taschenbuch oder eBook erhältlich

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.


Nachdem mir Teil 1 so gut gefallen hat, "musste" ich direkt bei Band 2 weiter lesen. Der Klappentext versprach spannende neue Ereignisse in Mercy Falls. Leider konnte das Buch dem nicht gerecht werden.
Meiner Meinung nach trifft der Klappentext den Inhalt überhaupt nicht. Gerade den letzten Teil mit Coles Vergangenheit habe ich mit Spannung erwartet. Doch wo das Rudel dadurch in Gefahr geriet, weiß ich bis jetzt nicht recht. Außerdem hatte ich mir unter dieser Vergangenheit etwas interessanteres vorgestellt, als es letztendlich ist.
Der gesamte Aufbau des Buches hat sich im Vergleich zum ersten Teil komplett geändert. So wechselt der Leser nicht mehr nur zwischen den Perspektiven von Sam und Grace, sondern nun kommen auch noch Isabel und Cole hinzu. Außerdem findet der Wechsel nicht mehr von Kapitel zu Kapitel statt, sondern auch mehrere Male innerhalb eines Kapitels. Das ist nicht nur stellenweise sehr verwirrend, sondern nimmt auch einiges an Spannung raus, weil man eben beinahe alles gleich weiß bzw. miterlebt.
Aus dem Schreibstil spricht auch hier immer wieder die Liebe der Autorin. Nicht nur zum Detail, sondern auch zu ihrer Geschichte und ihren Charakteren.
Leider hatte ich auch hier wieder das Gefühl, es gäbe nicht genug Handlung für 400 Seiten. Obwohl es nun zwei Geschichtsstränge gibt, erschien es mir beinahe noch weniger als im ersten Teil. Die Handlung plätschert über 300 Seiten hinweg vor sich hin, um dann auf den letzten 100 Seiten an Fahrt aufzunehmen und sich beinahe zu überschlagen. Ruckzuck werden plötzlich Probleme festgestellt und beinahe im gleichen Atemzug die Lösungen dazu gefunden/entwickelt.
Für mich ein deutlich schwächerer zweiter Teil.

3/5

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