Mittwoch, 14. Oktober 2015

Transformation am Feuersee von Sandra Berger

Auch als Taschenbuch erhältlich

Mutter ist tot und das seit 2 Monaten. Ihr weiteres Leben muss Caroline nun beim Vater verbringen. Aber warum kann sie sich nicht an die vergangenen Wochen erinnern? Und warum versuchen alle Schüler in der neuen Schule, ihr etwas zu verheimlichen? Außerdem gibt es noch ihren mysteriösen Teamkollegen Ben, der sie zu hassen scheint. Aber wieso? Caroline weiß, zu all ihren Fragen gibt es einen Schlüssel. Sie muss ihn nur finden...
(Quelle: Amazon)



Das Cover mag ich sehr gern. Als ich es das erste Mal gesehen hab, musste ich mir gleich den Klappentext durchlesen, weil ich neugierig wurde.
Der Klappentext verrät eigentlich nicht allzu viel über den Inhalt und das ist in diesem Falle auch sehr gut. Denn dadurch, dass ich nicht wusste, worum es eigentlich genau geht, funktionierte das Buch so gut für mich.


Am Anfang wird man gleich in die Handlung geschmissen. Sowas mag ich ja. Man lernt die Protagonistin Caroline kennen und macht gemeinsam mit ihr ein paar "Sprünge". Dies hat mich erst mal ein wenig verwirrt, war aber wahrscheinlich sogar so gewollt. Denn natürlich stieg genau deshalb auch meine Neugier auf die Geschichte.
Ich hatte in den ersten Kapiteln einige Vermutungen, worum es in dem Buch geht: typische Teenagerprobleme? Mobbing? Trauerbewältigung? Und irgendwie ist es nichts davon richtig, aber auch doch ein bisschen von allem. Auf jeden Fall bildet die Grundlage eine tiefgehende Frage, die ich euch aber aus Spoilergründen nicht verraten werde.
Was die Geschichte ausmachte war, dass ich eigentlich nie so richtig wusste, wo ich mich befand. Traum? Realität? Gegenwart? Vergangenheit? 
Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die eingeflochtene Liebesgeschichte, Wobei das eigentlich falsch ist: Sie hat mir gefallen, mich aber nicht richtig erreichen und überzeugen können. Es ging alles etwas zu schnell und so Schlag auf Schlag, dass ich es leider nicht richtig mitverfolgen konnte und somit in dieser Hinsicht nicht "mitfühlen" konnte.


Caroline gefiel mir an sich sehr gut. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte und stellt sich ihren Ängsten. Das einzige, was ich zweifelhaft fand, war ihr Umgang mit Bens Art.
Dieser war recht sprunghaft, was an sich kein Problem ist. Wäre da nicht dieser Hang zur Gewalt gewesen ... diesen bzw. die Art, wie damit umgegangen wird bzw. eben nicht umgegangen wird, empfand ich eher als bedenklich.
Interessant fand ich neben diesen beiden Charakteren vor allem auch Miles, über den ich auch gern noch mehr erfahren hätte. Aber vielleicht werde ich das ja sogar in einer möglichen Fortsetzung!?


Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Caroline erzählt. Mit ihr machen wir mehrere Sprünge von Situation zu Situation. Dies kann hier und da schon einmal verwirren, ist aber genau das, was auch zur Geschichte passt, Denn so konnte ich Carolines Frustration, darüber dass alle um sie herum mehr zu wissen scheinen als sie selbst, wunderbar nachvollziehen.


Wer hätte gedacht, dass ich es einmal als positiv empfinden würde, dass ich beim Lesen dezent verwirrt und frustriert war? Ich jedenfalls nicht. Aber genau das war es, was für mich das Besondere an Sandra Bergers Geschichte ausmachte.

4/5

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